Wie verändert Künstliche Intelligenz die journalistische Recherche? Wie können Journalist:innen über Frauenhass und Extremismus berichten? Und welche Herausforderungen bringt der Umgang mit traumatisierten Quellen mit sich? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Journalistik-Studierenden während der zweitägigen Konferenz nach, die am 12. und 13. Juni 2026 stattfand. Sie berichteten von Panels, Workshops und Diskussionen, recherchierten Hintergründe, führten Interviews mit Referierenden und Teilnehmenden und bereiteten die Inhalte für den Instagram-Kanal des Netzwerks Recherche auf.
In dem Format „Gute Frage“ sprachen sie mit Expert:innen über aktuelle Herausforderungen des Journalismus. In der Interviewreihe „Humans of NR26“ porträtierten sie Teilnehmende der Konferenz und Menschen, die sie maßgeblich mitgestalten. Ergänzt wurden die Beiträge durch Foto- und Videoeindrücke, die die besondere Atmosphäre der Konferenz sichtbar machten.
Die auf Instagram veröffentlichten Beiträge entstanden im Rahmen eines Praxisseminars des Instituts für Journalistik, geleitet von Dr. Susanne Wegner und Prof. Christina Elmer. Das Projekt ermöglicht den Studierenden, journalistische Arbeitsweisen unter realen Bedingungen zu erproben und Erfahrungen in der digitalen Live-Berichterstattung zu sammeln. In den vergangenen Jahren hat das Institut die NR-Jahreskonferenz immer wieder mit studentischen Reporter:innen-Teams begleitet.
Besonders war die Jahrestagung auch deshalb, weil das Netzwerk Recherche in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert – nicht nur ein Anlass für ein Ständchen, sondern auch für einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte des Vereins. Seit 2013 ist Christina Elmer im NR-Vorstand aktiv, aktuell kooptiert für den Bereich Wissenschaft: „Die Unterstützung der Ausbildung und Weiterbildung ist schon immer ein großes Anliegen des Vereins gewesen – ob auf Konferenzen, in Workshops oder mit Materialien. Das perfekte Umfeld also für eine Exkursion. Dass wir zudem den offiziellen Instagram-Account von Netzwerk Recherche für zwei Tage bespielen durften, war eine große Motivation für die Studierenden, die wirklich stolz sein können auf ihre Beiträge."