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Neues Projekt gestartet: Transparente Kennzeichnung von KI im Journalismus

Das Institut für Journalistik (IJ) beteiligt sich seit März an einem neuen Forschungsprojekt zur Transparenz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Journalismus. Das Vorhaben wird von der Universität Tübingen koordiniert und für drei Jahre mit rund einer Million Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Ziel des Projekts „Vertrauenswürdige Information und Transparenz zu Algorithmen und lernenden Systemen im Journalismus“ (VITraDes) ist es, Transparenz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus zu stärken und damit zu einer vertrauenswürdigen öffentlichen Kommunikation beizutragen. Dazu entwickelt das Projektteam praxisorientierte Leitlinien für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte sowie Bildungsangebote für Medienschaffende. 

Das interdisziplinäre Vorhaben bringt Expertise aus Ethik, Recht und Journalistik zusammen. Im Projekt werden bestehende gesetzliche Regelungen und journalistische Selbstverpflichtungen analysiert, Workshops mit Journalist:innen sowie weiteren relevanten Akteur:innen durchgeführt und darauf aufbauend Bildungsangebote entwickelt und evaluiert. 

Darüber hinaus untersuchen die Forscherinnen, wie solche Selbstregulierungsansätze von Medien auch von Online-Plattformen aufgegriffen werden können. Ziel ist die Entwicklung eines Standards, der sowohl rechtlich tragfähig als auch in der journalistischen Praxis umsetzbar ist. Die Ergebnisse sollen nicht nur die Medienbranche unterstützen, sondern auch eine Grundlage für mediale Selbstregulierung und staatliche Regulierungsansätze bieten. Auf diese Weise soll schließlich auch das Vertrauen in den Journalismus gestärkt und die Öffentlichkeit vor dem Einfluss von Desinformation geschützt werden.

Geleitet wird das Projekt vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen (Prof. Dr. Jessica Heesen). Am Institut für Journalistik sind Prof. Christina Elmer und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa-Marie Eckardt beteiligt. Weitere Projektpartnerin ist die Universität Bayreuth (Prof. Dr. Ruth Janal, LL.M.). Zudem begleiten weitere Organisationen das Projekt als assoziierte Partner, darunter der Bayerische Rundfunk (BR), das Faktenforum von CORRECTIV, der KI-Hub des Südwestdeutschen Rundfunks, Studio 47 und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV).

VITraDes ist Teil der neuen Förderkampagne des BMFTR „Desinformation – erkennen, verstehen, abwehren“. Im Rahmen der Kampagne werden bis 2029 zunächst elf Forschungsprojekte gefördert, die gesellschaftliche und technologische Resilienz gegenüber digitaler Desinformation stärken sollen. Die Initiative ist Teil des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän.“

© Yutong Liu & The Bigger Picture / https://betterimagesofai.org / https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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