Die Auszeichnung würdigt ihre Recherchen zu Neonazi-Lagerverkäufen für die Tagesschau Investigativ sowie ihre Artikel für Nordstadtblogger über neonazistische Aktivitäten.
Die Gabriele-Tergit-Gesellschaft und Hamburger Förderer der Pressefreiheit verliehen den Preis in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit Mitte Oktober. Er erinnert an die unerschrockene jüdische Reporterin Gabriele Tergit, die unter großem persönlichem Risiko die frühen verbrecherischen Pläne Adolf Hitlers aufdeckte und nach einem Angriff des „Sturm 33“ ins Exil fliehen musste.
Ausgezeichnet wurden aktive Lokaljournalist:innen, die sich durch psychische oder physische Bedrängnisse die Freiheit des Berichtens nicht nehmen lassen. Neben Paulina Bermúdez wurden Jakob Kerry, Investigativ-Reporter der Märkischen Oderzeitung und der Lausitzer Rundschau, sowie Clemens Lotze, Journalist aus Dresden – bekannt als „Vue critique“ auf Instagram – ausgezeichnet.
Der Preis geht auf eine Initiative von Prof. Dr. Horst Pöttker, pensionierter Professor des Instituts für Journalistik, und Michael Seufert, langjähriger stellvertretender stern-Chefredakteur († Februar 2026), zurück. Beide entwickelten die Auszeichnung im Rahmen ihrer Tätigkeit im Kuratorium des Hauses der Pressefreiheit e. V. Zielgruppe des Preises sind vor allem junge Menschen.
Den Preis vergab eine unabhängige Jury, bestehend aus Inga Asmus (Redakteurin, Portal Haus der Pressefreiheit), Felicia Holtkamp (Chefredakteurin, GENZ), Lena Müller (Redakteurin, Portal Haus der Pressefreiheit), Dr. Juliane Sucker (Gabriele-Tergit-Gesellschaft) und Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Horst Pöttker.